Exkursionsbericht: Der Geschichte der Heimat auf der Spur

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Große Veränderungen ergaben sich für die Städte mit der sogenannten industriellen Revolution Mitte des 18. Jahrhunderts. Mit der Erfindung der Dampfmaschine und des Elektromotors entwickelte sich die Industrie zu einer wichtigen Einnahmequelle und löste die Landwirtschaft als solche ab. Doch wie wirkten sich soeben erwähnte Entwicklungen auf die Städte und Dörfer des gegenwärtigen Zeitalters aus? Auf den Spuren der Industrialisierung befand sich am 5. Juni 2018 auch der Geographiekurs der 11. Klasse des Freien Gymnasiums, welcher mit der Lehrkraft Frau Poethke–Bartel die beschauliche Gemeinde Gleina im Burgenland, die zur Verbandsgemeinde Unstruttal gehört, besuchte und hinsichtlich seiner Dorfentwicklung und industriellen Aspekte analysierte. Zu Anfang machten sich die Schüler ausgehend vom Sportplatz auf den Weg zum Gleinaer Agrarmarkt, wobei Frische und Kundenzufriedenheit gepaart mit Heimatverbundenheit großgeschrieben wird. Selbst angebaute und produzierte Ware wie Sommergerste, Roggen, Legehennenfutter, Schweinefutter, Hafer, Mais, Erbsen und Sonnenblumen werden ebenso wie der Wein vom Weingut Böhme reichlich verkauft. Ebenfalls durften wir eines der Straußeneier, die von einer Privatperson im Ort verkauft werden, probieren, was wir im nächsten Geographiekurs getan haben. Anschließend erkundeten wir nach einem Kurzbesuch bei der Zimmerei Heinz Heft und der Außenbetrachtung der Diskothek und Feierstube Mona Lisa den Gleinaer Rapunzelturm, welcher neben mittelalterlichen Wurzeln und seinem markanten Aussehen durch gute Erhaltung glänzt. Nun gingen wir bei teils hochsommerlichen Temperatur weiter zur Trinitatiskirche, die im Barockstil erbaut wurde, und bekamen dort eine umfangreiche Führung von Jens Heft. Dabei wurden wir über die Geschichte und Funktion der Kirche in den Weltkriegen informiert und hatten die Möglichkeit zur Besichtigung der Kirchturmglocken. Nachdem wir einen kurzen Abstecher durch den dorfeigenen Schlosspark machten, warfen wir einen Blick auf das Schloss selbst, welches 1689 von Oberjägermeister Hans Dietrich von Geißmar erbaut wurde und momentan im Besitz von Monica Flunser und Felix Schenker ist. Eine gelungene Abrundung unserer Exkursion war der Besuch der KITA Gleina, welche dank ihrer Innovation und modernen Erziehungskonzepte ein Novum im Burgenlandkreis darstellt. Dieser Exkursionstag stellte für alle Beteiligten eine gelungene praktische Anwendung des theoretisch erprobten Unterrichtsinputs dar, wobei ein besonderer Dank Herrn Heft, Frau Baensch und selbstverständlich Frau Poethke – Bartel gilt. 

 

Autor: Noel W. (Jahrgang 11)

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